zwei blaue Kreise
Bevor Sie gehen...
Gerne laden wir Sie ein, zu einem kostenlosen Beratungstermin. Wir zeigen Ihnen, wie Sie und Ihr Unternehmen von der Warenwirtschaft desk4® profitieren und sicher für die Zukunft aufgestellt sind.

Cloud ERP oder Excel: Wann Ihr Betrieb wechseln sollte

Posted on
Cloud ERP oder Excel: Wann Ihr Betrieb wechseln sollte

Ein Auftrag kommt per Shop herein, ein Artikel wird telefonisch reserviert und der Einkauf bestellt Ware nach einer Excel-Liste. Am Nachmittag stellt das Lager fest, dass der Bestand nicht mehr passt. Die Frage Cloud ERP oder Excel stellt sich selten, weil Tabellen plötzlich schlecht wären. Sie entsteht, wenn dieselben Daten an mehreren Stellen gepflegt werden und niemand sicher sagen kann, welche Datei den aktuellen Stand zeigt.

Für Handelsbetriebe und E Commerce Unternehmen gilt: Excel bleibt ein hilfreiches Werkzeug für einzelne Berechnungen, Planungen oder Auswertungen. Sobald Artikel, Bestände, Aufträge, Lieferungen und Rechnungen zusammenhängen, braucht es jedoch eine zentrale Datenbasis. Ein Cloud ERP ist dann meist die passendere Grundlage, weil es den Ablauf vom Auftrag bis zur Rechnung verbindet.

Cloud ERP oder Excel: Woran Sie die richtige Wahl erkennen

Excel passt gut, wenn Informationen überschaubar sind, nur wenige Personen damit arbeiten und die Daten keine direkten Folgeprozesse auslösen. Eine Liste mit Lieferanten, eine Kalkulation für einen einzelnen Einkauf oder eine Absatzplanung lassen sich damit gut erstellen. Auch Sonderauswertungen, die nicht regelmäßig benötigt werden, sind in Tabellen oft schnell umgesetzt.

Kritisch wird es, wenn Excel zur zentralen Warenwirtschaft wird. Dann führen Mitarbeitende häufig mehrere Dateien für Artikel, offene Bestellungen, Lagerbestände und Rechnungen. Eine Änderung muss mehrfach eingetragen werden. Wird ein Auftrag storniert, eine Lieferung nur teilweise versendet oder ein Artikel umgelagert, entstehen leicht Abweichungen. Das Problem ist nicht die einzelne Tabelle, sondern die Vielzahl verknüpfter Tabellen und manueller Übergaben.

Ein Cloud ERP ist sinnvoll, wenn ein Ereignis mehrere Bereiche betrifft. Ein neuer Auftrag reserviert beispielsweise Ware, liefert Daten für den Versand und bildet die Grundlage für die Rechnung. Dafür müssen Artikelnummern, Preise, Kundenadressen, Bestände und Belege einheitlich vorliegen. Mitarbeitende greifen im Browser oder über geeignete Apps auf denselben Datenbestand zu, statt Dateien per E Mail auszutauschen oder auf einem lokalen Laufwerk zu suchen.

Die Entscheidung hängt daher weniger von der Unternehmensgröße als von der Prozessdichte ab. Ein kleiner Betrieb mit vielen täglichen Bestellungen kann Excel früher entwachsen als ein größerer Betrieb mit wenigen, einfachen Vorgängen.

Das typische Warnsignal: Ein Auftrag wird mehrfach erfasst

Nehmen wir einen Händler mit eigenem Shop und ergänzendem Telefonverkauf. Eine Bestellung wird aus dem Shop in eine Tabelle übertragen. Die Versandadresse kommt in ein weiteres Dokument, die Rechnung wird mit einer Vorlage erstellt und der Bestand wird separat angepasst. Jede Station funktioniert für sich. Gemeinsam entsteht aber ein Prozess, der fehleranfällig und schwer nachvollziehbar ist.

Besonders deutlich zeigen sich die Folgen in diesen Situationen:

  • Ein Artikel wird verkauft, obwohl die Excel-Liste einen überholten Bestand enthält.
  • Eine Teillieferung wird versendet, aber die Rechnung berücksichtigt den Vorgang nicht korrekt.
  • Ein Kunde fragt nach dem Lieferstatus und Informationen liegen bei Verkauf, Lager und Buchhaltung getrennt vor.
  • Eine Preisänderung wird in einer Datei umgesetzt, in einer anderen jedoch übersehen.

Solche Fehler sind nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Arbeitsweise. Sie entstehen, weil Tabellen keine Prozesslogik zwischen Auftrag, Lagerbewegung und Beleg herstellen. Mitarbeitende müssen den Zusammenhang selbst sicherstellen. Das kostet Zeit und wird mit wachsender Auftragszahl schwieriger.

Welche Daten vor dem Wechsel bereinigt werden sollten

Ein Wechsel von Excel zu einem ERP beginnt nicht mit der Software, sondern mit den Stammdaten. Wer unklare Artikelnummern, doppelte Kunden oder uneinheitliche Preise übernimmt, verlagert bestehende Probleme lediglich in ein neues System.

Prüfen Sie zuerst Ihre Artikel. Jeder regelmäßig gehandelte Artikel braucht eine eindeutige Bezeichnung und Artikelnummer. Sinnvoll sind außerdem Angaben zu Verkaufspreisen, Einkaufspreisen, Steuersätzen, Lieferzeiten und Lagerführung. Bei Varianten, etwa Größen oder Farben, sollte feststehen, ob sie eigene Artikelnummern und Bestände benötigen.

Bei Kundendaten zählt vor allem die Qualität. Dubletten entstehen schnell, wenn dieselbe Firma einmal mit Abteilungsname und einmal ohne angelegt wurde. Vereinheitlichen Sie Schreibweisen und legen Sie fest, welche Angaben für Angebot, Lieferung und Rechnung benötigt werden. Auch Lieferanten, Zahlungsbedingungen und Versandarten sollten vorab geprüft werden.

Nicht jede alte Excel-Datei muss importiert werden. Abgeschlossene Vorgänge können häufig als Archiv erhalten bleiben. In das neue System gehören vor allem Daten, die für laufende Aufträge, offene Bestellungen, Bestände und künftige Abläufe gebraucht werden. Diese Auswahl reduziert den Aufwand und erleichtert einen sauberen Start.

Vom Excel-Ablauf zum verbundenen Prozess

Der praktische Unterschied zeigt sich an einem normalen Kundenauftrag. In Excel beginnt der Ablauf oft mit einer Zeile in einer Liste. Danach folgen manuelle Schritte: Bestandsprüfung, Versanddokument, Rechnung und gegebenenfalls Anpassungen im Einkauf. Jede Übergabe verlangt Aufmerksamkeit.

In einem ERP wird der Auftrag zum führenden Vorgang. Zunächst werden Kunde, Lieferadresse, Artikel und Menge erfasst oder aus einer angebundenen Bestellquelle übernommen. Das System kann den Vorgang mit den hinterlegten Artikel- und Kundendaten weiterführen. Für Lager und Versand ist nachvollziehbar, was kommissioniert werden soll. Nach Lieferung steht die Grundlage für die Abrechnung bereit.

Bei der desk4 Cloud Warenwirtschaft lässt sich dieser Zusammenhang mit den passenden Modulen für Verkauf, Einkauf, Lager, Versand und Rechnungswesen abbilden. Ob eine Shopanbindung, ein Versanddienstleister oder eine DATEV-Übergabe zum konkreten Ablauf passt, sollte vor der Einführung anhand der benötigten Erweiterungen geprüft werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Funktionen zu aktivieren. Entscheidend ist, dass die Schritte abgebildet werden, die heute manuell zwischen verschiedenen Dateien erfolgen.

Für den Betrieb verändert sich damit vor allem die Verantwortlichkeit der Daten. Der Vertrieb pflegt nicht mehr eine eigene Auftragsliste, während das Lager eine andere Bestandsliste führt. Beide arbeiten mit demselben Vorgang. Korrekturen bleiben nachvollziehbar, weil sie dort stattfinden, wo der Prozess gesteuert wird.

Wann Excel weiterhin sinnvoll bleibt

Ein ERP ersetzt nicht jede Tabelle. Excel ist weiterhin geeignet, wenn Sie Szenarien vergleichen, individuelle Berechnungen vorbereiten oder Daten für eine einmalige Analyse aufbereiten. Auch eine kurzfristige Planung für saisonale Einkäufe kann in einer Tabelle sinnvoll sein.

Der Unterschied liegt in der Rolle des Werkzeugs. Excel sollte ergänzen, nicht die operative Wahrheit für Aufträge und Bestände sein. Sobald eine Tabelle darüber entscheidet, was verkauft, bestellt, geliefert oder berechnet wird, braucht sie besonders viel Pflege. Dann ist zu prüfen, ob diese Verantwortung besser in der Warenwirtschaft liegt.

Es gibt auch Fälle, in denen ein sofortiger Komplettwechsel nicht sinnvoll ist. Wenn Artikelstammdaten noch ungeordnet sind oder Prozesse ständig geändert werden, lohnt sich zunächst eine kurze Bestandsaufnahme. Legen Sie fest, welche Auftragsarten zuerst in das ERP sollen. Viele Betriebe starten mit Verkauf und Lager und binden weitere Bereiche erst an, wenn der Grundablauf zuverlässig funktioniert.

Die Einführung ohne unnötiges Risiko planen

Planen Sie die Einführung anhand eines konkreten Vorgangs, nicht anhand einer langen Funktionsliste. Wählen Sie zum Beispiel den Weg einer Shopbestellung: Bestellung entgegennehmen, Bestand prüfen, Ware versenden, Rechnung erstellen und Übergabe an die Buchhaltung vorbereiten. Beschreiben Sie, welche Daten an jeder Stelle vorhanden sein müssen und wer sie pflegt.

Testen Sie danach typische Ausnahmen. Dazu gehören Fehlmengen, Teillieferungen, Retouren, abweichende Lieferadressen und Preisnachlässe. Gerade diese Fälle entscheiden darüber, ob Mitarbeitende das System im Alltag akzeptieren. Ein schöner Standardprozess hilft wenig, wenn Sonderfälle wieder in Excel zurückgeführt werden.

Binden Sie Verkauf, Lager und Buchhaltung früh ein. Jede Rolle sieht andere Informationen und erkennt andere Anforderungen. Das Lager braucht eindeutige Pickinformationen, der Verkauf einen schnellen Überblick über offene Aufträge und die Buchhaltung vollständige Belegdaten. Wenn diese Perspektiven vor dem Start berücksichtigt werden, entstehen weniger Umwege.

Auch bei einem Cloud ERP bleiben klare Zuständigkeiten nötig. Legen Sie fest, wer Artikel anlegt, Preise freigibt und Bestandskorrekturen dokumentiert. Die Software kann Abläufe zusammenführen, ersetzt aber keine gepflegten Stammdaten und keine nachvollziehbaren Regeln.

Die richtige Frage lautet nicht Excel abschaffen

Excel ist nicht der Gegner eines Cloud ERP. Problematisch wird es erst, wenn Tabellen die zentrale Steuerung eines wachsenden Auftragsgeschäfts übernehmen sollen. Wenn Bestände widersprüchlich sind, Aufträge mehrfach erfasst werden oder Informationen erst zusammengesucht werden müssen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die operativen Abläufe zentral zu führen.

Starten Sie mit einem realen Auftragsprozess aus Ihrem Betrieb und prüfen Sie ihn in einer Testumgebung. So sehen Sie früh, welche Daten fehlen, welche Module benötigt werden und ob der Ablauf für Ihre Mitarbeitenden passt. Sie können desk4 kostenlos testen und dabei genau den Prozess nachbilden, der heute noch unnötig viele Excel-Dateien benötigt.